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14.07.2014

FamilienReport für Hameln erstmals veröffentlicht und ab sofort im FiZ erhältlich

Am vergangenen Donnerstag stellte das FiZ-Team in einer feierlichen Präsentationsveranstaltung den "FamilienReport Hameln 2014" erstmals der Öffentlichkeit vor.
Basierend auf der vom FiZ initiierten Umfrage " Familie eine Stimme geben" im Februar/ März diesen Jahres sowie der "Bürgerumfrage" der Stadt aus dem Jahr 2012 und der "Jugendbefragung CTC" im letzten Jahr fasste das Fiz-Team die Ergebnisse in einer umfangreichen Broschüre zusammen. Entstanden ist daraus ein übersichtliches Nachschlagewerk für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die sich das handliche Heft gerne im FiZ abholen dürfen. Für die Entscheidungsträger könnte der Report ein roter Faden für die neue Ausrichtung der Familienpolitik der Stadt sein.

 
Familien zu befragen und herauszufinden, an welchen Stellen Hameln noch familienfreundlicher werden sollte, war die Intention für das Projekt "Familie eine Stimme geben", welches das FiZ gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern und der Universität Hildesheim seit Februar beschäftigt. "Wir müssen die Familien selber nach ihrem individuellen Lebensgefühl in unserer schönen Rattenfängerstadt befragen, um neue Wege in der Familienförderung beschreiten zu können" lautet der Tenor.
Herausgekommen ist nach einer Umfragephase im Februar und März diesen Jahres und der darauffolgenden Auswertung ein mehr als 80 Seiten umfassender "FamilienReport Hameln 2014".
Aufgeteilt in acht Themenfelder deckt er kritische Punkte im Alltagsleben der Familien auf, macht aber auch deutlich, an welchen Stellen es bereits gut läuft.
Unter den Bereichen Bildung, Betreuung, Kultur und Freizeit, Gesundheit, Wohnen, Arbeit, Mobilität und Dienstleistungen/ Finanzen wird der Bereich "Mobilität" in der Stadt am kritischsten gesehen. So spielen Eltern in den Abend- und auch Nachmittagsstunden häufig "Taxi" und kutschieren ihre Kinder von A nach B und wieder zurück.
Wünschenswert seien in diesem Bereich häufigere Fahrzeiten der Öffentlichen Verkehrsmittel sowie bessere Anpassung der Zeiten an den Schulbetrieb.
Darüberhinaus fühlen Eltern sich im Bereich der "Betreuung der Unter- Dreijährigen" häufig alleine gelassen und finanziell oft besonders strapaziert.
Sie wünschen sich Flexibilität und finanzielle Entlastung.
Fraglich ist bei der Einschätzung in diesen Bereichen aber, inwieweit ein Informationsdefizit bzgl. bestehender Angebote vorliegt.
Im Bereich "Arbeit" unter Bezugnahme der Bevölkerungsentwicklung der Stadt wird deutlich, dass viele junge Menschen nach der Schule die Stadt verlassen, da sie hier nur unzureichende Ausbildungschancen haben. Im Hinblick auf den demographischen Wandel, ist dies jedoch ein großes Problem für die Stadt.
Weitere Informationen, Tendenzen und Zahlen können dem FamilienReport entnommen werden, der auf dieser Seite unter Downloads als pdf-Datei zur Verfügung steht und als Druckversion im Fiz erhältlich ist.

Die Veranstaltung am Donnerstag wurde von der Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann eröffnet und durch den Fachvortrag von Prof. Schröer, Universität Hildesheim, zum Thema "Familienförderung als Infrastrukturentwicklung" sowie die szenischen Darbietungen von Schülerinnen und Schülern der Elisabeth-Selbert- Schule unter der Leitung von Anette Kessler abgerundet.
Ein Dokumentarfilm von Adam Creutzfeldt zeigte einen Querschnitt durch die Arbeit des FiZ-Teams während der Projektphase und die verschiedenen Module des gesamten Projektes "Familie eine Stimme geben".
Ein besonderer Dank gilt allen aufgeführten Akteuren, Kooperationspartnern und Unterstützern des Projektes sowie insbesondere den Hamelner Bürgerinnen und Bürgern für ihre offene Meinung.

Gefördert von der Eugen Reintjes Stiftung